Honda HRD 536K4 HX: Hydrostat-Rasenmäher mit Aluminium-Druckguss-Gehäuse für anspruchsvolle Flächen
Der Honda HRD 536K4 HX kombiniert drei Merkmale, die man in dieser Klasse selten zusammen findet: einen stufenlosen hydrostatischen Radantrieb, ein rostfreies Mähdeck aus Aluminium-Druckguss und eine Messerkupplung, die Motor und Messer voneinander entkoppelt. Angetrieben wird der 53-cm-Mäher vom Honda GXV 160, einem 4-Takt-OHV-Benzinmotor mit 163 cm³ Hubraum und 3,2 kW / 4,3 PS bei 3.600 U/min. Damit richtet sich der HRD 536 an alle, die regelmäßig größere oder leicht unebene Rasenflächen mähen und dabei nicht schieben, sondern gefahren werden wollen.
Stufenloser Hydrostat-Antrieb: Geschwindigkeit exakt ans Gras anpassen
Der hydrostatische Radantrieb regelt die Vorwärtsgeschwindigkeit stufenlos von 0 bis 5,04 km/h – ohne feste Gangstufen und ohne Rucken beim Anfahren. In dichtem, hohem Gras fahren Sie langsamer und geben dem Mähwerk Zeit, auf kurzen Passagen und freien Flächen schneller. Genau diese feine Dosierbarkeit unterscheidet den Hydrostat von einfachen Ein-Gang- oder Vario-Antrieben und macht den HRD 536 auf verwinkelten Grundstücken mit Beeten, Bäumen und Wegen spürbar komfortabler. Die kugelgelagerten 200-mm-Räder vorne und hinten unterstützen die leichte Handhabung auch auf etwas unwegsamerem Gelände.
Aluminium-Druckguss-Mähdeck: rostfrei und auf Jahre ausgelegt
Das Gehäuse besteht aus Aluminium-Druckguss – es kann nicht rosten und ist zugleich deutlich verwindungssteifer als einfache Stahlblechdecks, bei vergleichsweise geringem Gewicht. Für einen Mäher, der viele Saisons durchhalten soll, ist das Material der entscheidende Unterschied: Feuchtes Schnittgut, das im Deck haftet, greift Aluminium nicht an. Insgesamt bringt der HRD 536 49,3 kg auf die Waage.
Messerkupplung: Fangkorb leeren, ohne den Motor abzustellen
Die Messerkupplung entkoppelt Messer und Motor. Das bringt im Alltag zwei handfeste Vorteile: Der 80-Liter-Gewebefangsack lässt sich entleeren, ohne den Motor neu starten zu müssen, und der Mäher kann im Fahrantrieb mit stehendem Messer über Kieswege oder Einfahrten bewegt werden. Zusätzlich schützt die Kupplung die Kurbelwelle bei Messerkontakt mit Fremdkörpern. Die Füllstandsanzeige am Fangkorb zeigt zuverlässig an, wann entleert werden muss; der Staubschutz am Gewebefangsack hält ausgeblasenen Staub und Sand vom Bediener fern.
Honda GXV 160: Super-Leichtstart und OHV-Bauweise
Der GXV 160 startet über Seilzug mit der Honda Super-Leichtstart-Technologie: Ein automatisches Dekompressionssystem reduziert den Widerstand beim Anziehen, sodass der Motor mit geringem Kraftaufwand anspringt – ein Punkt, der bei Benzinmähern nach der Winterpause oft über Freude oder Frust entscheidet. Die OHV-Bauart mit obenliegenden Ventilen, kugelgelagerter Kurbelwelle, Zylinderlaufbuchsen aus Stahl und Hochleistungsluftfilter sorgt für lange Lebensdauer und sparsamen Kraftstoffverbrauch. Der Tank fasst 1,4 Liter, der Ölvorrat 0,65 Liter.
Schnitthöhe, Holm und Mähmethoden
Die Schnitthöhe lässt sich in 7 Stufen von 14 bis 76 mm über eine Einzelrad-Verstellung einstellen – die niedrige Minimalhöhe von 14 mm erlaubt auch sehr kurzen Zierrasenschnitt. Der ergonomische Holm ist 3-stufig höhenverstellbar und passt sich damit unterschiedlichen Körpergrößen an. Serienmäßig fängt der HRD 536 das Schnittgut im luftdurchlässigen Gewebefangsack; wer mulchen möchte, rüstet mit dem als Zubehör erhältlichen Honda Mulchsatz 06762-VF1-C50 nach – das zerkleinerte Schnittgut verbleibt dann als natürlicher Dünger auf der Fläche.
Honda HRD 536 HX oder HRH 536 HX – welcher passt zu Ihnen?
Honda bietet das 53-cm-Aluminium-Konzept in zwei Ausbaustufen an. Der HRH 536 HX ist die Profi-Variante für den täglichen gewerblichen Einsatz.
Kurz gesagt: Wer privat große Flächen mäht, bekommt mit dem HRD 536 HX das leichtere und günstigere Gerät mit nahezu identischem Komfort. Der HRH 536 HX lohnt sich, wenn der Mäher täglich läuft und die verschleißarme Kardan-Kraftübertragung sowie das verstärkte Deck ihren Mehrpreis über die Jahre einspielen.
Unsere Einschätzung aus der Fachhändler-Praxis
Der HRD 536 HX ist seit Jahren einer der Mäher, die wir am seltensten in der Werkstatt sehen – das Aluminium-Deck und der GXV 160 sind schlicht auf Langlebigkeit gebaut. Der Hydrostat ist aus unserer Sicht das Kaufargument Nummer eins: Kunden, die von einem Ein-Gang-Antrieb umsteigen, wollen nicht mehr zurück.
Ehrlicherweise gehören auch die Grenzen dazu: Einen Elektrostart gibt es nicht – dank Super-Leichtstart und Dekompressionsautomatik ist der Seilzug aber auch für weniger kräftige Anwender gut beherrschbar. Die Schnitthöhenverstellung erfolgt an 4 Punkten statt zentral, das kostet beim Umstellen ein paar Handgriffe mehr. Und mit 49,3 kg ist der Mäher kein Leichtgewicht – auf der Fläche spielt das dank Radantrieb keine Rolle, beim Verladen ins Auto schon. Wer regelmäßig mulchen statt fangen will, sollte den Mulchsatz direkt mitbestellen, da er nicht zum Serienumfang gehört.